Marc Nölke

„Use the brain to fix the body“ 

Marc Noelke Business Coach 2

Meine Karriere als Skispringer war kurz. Als 18jähriger Sauerländer (!) war ich mit Jens Weissflog, Dieter Thoma und Christoph Duffner bei den Olympischen Spielen in Albertville (1992) dabei. In Top-Form. Im Training unter den Top 10. Dann stürzte ich und verletzte mich lebensgefährlich: Milzriss, Notoperation auf der Intensivstation in Albertville. Narbe vom Bauchnabel bis zum Sternum. Ein halbes Jahr Pause. Danach flog ich nicht mehr so sehr weit. Warum ich nicht mehr flog, wusste ich damals nicht. Ich hatte ein Problem, konnte aber nicht genau sagen, welches. Es war zum Verzweifeln. Ich hatte keine Angst, trotzdem klappte nichts mehr. Tausend Interventionen, am nächsten Tag wieder das gleiche Ergebnis. Vielleicht kennen Sie den Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“. Darin geht es um einen Mann, der in einer Zeitschleife fest steckt und jeden Tag immer wieder aufs Neue fast gleich erlebt. Bis er endlich dazu lernt und von den Beschränkungen, die sein Leben prägen, erlöst wird. Ich verschliss vier Sportpsychologen in der Zeit nach meinem Sturz. Und irgendwann verlor ich endgültig die Motivation und gab mich und meinen Sport auf.

Ich habe 20 Jahre meines Lebens damit verbracht, herauszufinden, wo mein Problem lag. Und damit, wie ich anderen helfen kann, solche „mysteriösen“ Leistungsblockaden zu finden und aufzulösen. Ich beschäftigte mich mit Kinesiologie. Mit Psychologie. Mit Systemtheorie und Kybernetik. Mit Feldenkrais und Rolfing. Mit Reiki. Mit Brain Gym und Brain-Kinetik (zehn Jahre bevor der BvB es entdeckte ;-) ) Mit integralem, systemischem Coaching und Mentaltraining, mit Traumatheraphie, Wing-Wave, Funktionaloptometrie und Neuro-linguistischem Programmieren. Mit Herzfrequenzvariabilität, Neuro- und Biofeedback, Achtsamkeitstraining und Meditation. Mit motorischem Lernen. Mit gehirngerechtem Lernen. Ich studierte Sport und machte an der Trainerakademie des DOSB in Köln den Diplomtrainer. Meine Diplomarbeit schrieb ich zu einem neurologischen Thema und dann stieß ich während meiner Zeit als Nationaltrainer in den USA bei Recherchen auf Dr. Eric Cobb (Z Health) und Lars Lienhard (Focus on Performance) – es begann eine neue Reise. Es gab endlich Antworten auf meine Fragen.

Ich hatte die Ehre, die besten Skispringer der Welt trainieren zu dürfen (Österreichische Nationalmannschaft, Vierschanzentournee-Gewinner, Weltmeister, Team-Olympiasieger, Teamweltmeister, Skiflugweltmeister,  Weltcup-Gesamtsiege, mehr als 40 Weltcupsiege) und mit unfassbar tollen Kollegen aus der ganzen Welt arbeiten zu dürfen. In einem interdisziplinärem Team von Spezialisten (Sportpsychologe, Leistungsdiagnostiker, Techniker, Mediziner, Physiotherapeut…) arbeiteten wir sehr lösungs- und zielorientiert mit vielen innovativen Methoden. Dennoch gab es natürlich immer wieder Situationen und Probleme in der sportlichen Handlung verschiedener Athleten, die immer wieder in Erscheinung traten. Auch hier: „Und täglich grüßt das Murmeltier“.  Same shit, but a little bit different. Heute bin ich, was die Analyse und Bearbeitung solcher Murmeltierprobleme angeht, dank Dr. Cobbs und Lars Lienhards Pionierarbeit einen erheblichen Schritt weiter. Die Murmeltierprobleme nerven nicht mehr, wenn man erkennt, dass sozusagen die Nerven sehr oft das Problem sind. Das Problem bei Schmerzen, Bewegungseinschränkungen, Leistungsverlust, Übergewicht, Immunproblemen….. Als Neuroathletiktrainer kann ich mit dem Murmeltier so umgehen, dass es nicht mehr grüßt. Sehr viele dieser Murmeltierprobleme sind lösbar.

Lassen Sie uns loslegen!

Doppelsieg in Garmisch beim Neujahrsskispringen!

Doppelsieg beim Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen. Marc Nölke (li.), mit seinen Athleten: Rekordweltcupsieger Gregor Schlierenzauer, Alexander Pointner (Trainer) und Wolfgang Loitzl (AUT)