Neuroathletik-Training: Balance und Stabilität

Ich möchte Ihnen in stark vereinfachter Weise verdeutlichen, wie Neuroathletik-Training funktioniert. Und zwar möglichst praktisch an einem simplen Beispiel.

(Ich hätte auch Schmerzen in der Schulter oder im Rücken, Leseschwierigkeiten eines Kindes, einen schlechten Schwung im Golf oder einen miesen Aufschlag beim Tennis, der trotz Training einfach nicht besser werden will als Beispiel nehmen können.)

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Also, zum Beispiel:

Sie machen einen Einbeinstand. Vielleicht sind sie dabei, eine Leiter hinaufzuklettern, oder sie müssen bei einer Bergwanderung einen sehr langen Schritt machen. Was auch immer. Sie wackeln jedenfalls, stehen unsicher. Knie, Hüfte, Fußgelenk, alles instabil – und die Arme machen hektische Bewegungen.

Sie möchten dieses Problem beseitigen und suchen Hilfe beim Hausarzt, im Fitnessstudio oder bei einem Personal Trainer.

Die klassische Herangehensweise ist dann, die Biomechanik zu verbessern. Über bestimmte Kräftigungsübungen. Vielleicht mit Übungen auf verschiedenen wackligen Unterlagen, mit Bällen, Schaukeln etc.

Das funktioniert manchmal, es funktioniert aber auch bei sehr vielen Menschen überhaupt nicht. warum ist das so?

Diese Herangehensweise ist mechanistisch und berücksichtigt nicht die Systeme, die die Bewegungen des Körpers steuern. Deshalb lassen Sie uns dieses Problem einmal aus neurologischer Sicht betrachten:

Die erste Frage die sich stellt, ist:

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Welche Teile des Gehirns sind denn eigentlich für das Gleichgewicht und die Stabilität verantwortlich (egal ob beim Einbeinstand oder beim Golfschwung)?

Die zweite Frage:

Welche dieser Teile arbeiten gut und welche nicht?

Und daraus folgt die dritte Frage:

Wie können wir die relevanten Bereiche trainieren, damit sie besser zusammenarbeiten?

Das sind grundlegende Fragen, die wir beantworten müssen, wenn sie schnell und nachhaltig erfolgreich trainieren wollen. In meiner Arbeit tue ich genau das.

Zu den Antworten:

Sie haben in Ihrem Gehirn – neben vielen anderen Systemen – so etwas wie ein eingebautes Navigationssystem, ein GPS mit drei Satelliten, die dem Gehirn permanent Informationen liefern, nämlich

  1. Wo bin ich?
  2. Wie ist meine Position in Bezug zu Erdanziehung und Horizont.
  3. Wohin und wie schnell bewege ich mich?
  4. Wann bin ich da?

Die drei Satelliten sind

  1. Das visuelle System / Sehfähigkeiten
  2. das vestibuläre System / Gleichgewicht und
  3. das propriozeptive System (das ist so etwas wie eine dreidimensionale Landkarte der Bewegungen unseres Körpers Zeit und Raum)

Ihr Gehirn verarbeitet die Daten aus den Systemen und liefert ein Ergebnis, auf dessen Basis Sie sich in geeigneter Weise durch die Welt bewegen und reagieren können.

Die Daten oder Informationen, die aus diesen Systemen geliefert werden, müssen möglichst genau sein, denn nur dann kann das Gehirn gute Vorhersagen machen und ergo zukünftige Bewegungen auch so planen, dass deren Ausführung sicher ist!

Für Sicherheit sorgen, unser Überleben zu sichern, das ist die wichtigste Aufgabe unseres Gehirns.

Nun stellen Sie sich bitte vor, dass die Signale von einem dieser drei Satelliten ungenau oder unvollständig sind. Vielleicht kommen sie auch einfach leicht zeitverzögert zur Verarbeitung in der Zentrale an.

Was passiert dann mit Ihnen? Die Vorhersage der nächsten Bewegung verzögert sich. Vielleicht wird sie auch ungenau. Und was tut das Gehirn dann?

Es reduziert die Geschwindigkeit, die Kraft, die Bewegungsweite der beteiligten Gelenke. Es drückt auf die Bremse, um Sicherheit/Überleben zu gewährleisten. Das passiert autonom – ohne das Sie es zu wissen – sie stehen auf der Leiter auf einem Bein – und wackeln. Demnächst steigen Sie dann also nicht mehr auf eine Leiter und vermeiden Tätigkeiten, bei denen es auf Balance und Stabilität ankommt.

Möchte man Balance und Stabilität verbessern, sollte man also seine 3 wichtigsten Systeme VISION – VESTIBULÄR und PROPRIOZEPTION detailliert checken und zielgenaue, individuell passende Übungen absolvieren.

Die Wirkung spüren sie nicht erst nach 2 Monaten Training, sondern SOFORT.

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